Neue Perspektiven in der Narbentherapie

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Vortrag in der Ärztekammer Trier

Am 02. November konnten Interessenten und Patienten der Dermatologie an der Veranstaltung des Laserstudiengangs DALM (Diploma in Aesthetic Laser Medicine) der Universität Greifswald in der Bezirksärztekammer Trier teilnehmen. Dr. med. Gerd Kautz, Dozent für Lasermedizin der Universität Greifswald und Präsident der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL) lud Privatdozent Dr. Gerd Gauglitz ein, der als Oberarzt die Abteilung für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin sowie die Narbensprechstunde an der Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München leitet. So konnten die Teilnehmer vieles über das Thema Narbentherapie erfahren: Narben sind sichtbare Folgen einer Hautreparatur. Sie entstehen nicht immer durch eine offene Wunde. Nicht selten ist das gebildete Ersatzgewebe Ursache für chronische oder akute Schmerzen. Ziel der Narbenbehandlung bleibt es, Funktion und Aussehen physiologisch zu verbessern und Beschwerden zu verringern. Neben klassischen Behandlungsmethoden für überschießende Narben wie Kryotherapie, intraläsionale Steroide und Druckverbände etablieren sich zunehmend neuere Verfahren in der praktischen Anwendung. Vor allem der Einsatz verschiedener Lasertechnologien verspricht nach aktueller Studienlage gute Erfolge. Die Therapie überschießender Narben gestaltet sich weiterhin schwierig. Ziel der Narbenbehandlung bleibt es, Größe, Ausdehnung und Volumen der überschießenden Narbe zu reduzieren und Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen und Spannungsgefühl zu verringern.

Die meisten der in den aktualisierten internationalen Leitlinien vorgestellten Methoden zur Behandlung von hypertrophen Narben und Keloiden können bei richtiger Indikation relativ einfach angewendet werden. Neben etablierten Verfahren zeigen neuere Verfahren wie beispielsweise der Gebrauch von 5-Fluorouracil gute Erfolge. Eine besondere Beachtung finden (ablative) fraktionierte Laser, welche vor allem bei hypertrophen Verbrennungsnarben laut aktuellen Studien zu einer deutlichen Verbesserung der Narbenqualität und einer Reduktion von Kontrakturen führen können. Ihr Einsatz bei aktiven Keloiden sollte weiterhin mit größter Zurückhaltung erfolgen. Nach den informativen Vorträgen der beiden Referenten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen rund um die Narbentherapie zu stellen.

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